Rheinhessen
Rheinhessiche Kleinode, € 15,-, Leinpfad Verlag
Katharinenkirche in Oppenheim und Kaiserpfalz in Ingelheim kennen alle oder? Aber wo in Rheinhessen kann man noch einen Blick auf einen Scheunenkranz oder ein Gebück werfen? Wo gibt es Wehrkirchen, Basiliken oder Heidentürme? Welche Rolle spielte der Rhein früher für die Rheinfront und welche Weinbau und Landwirtschaft für ganz Rheinhessen? Wie sehen Felsenfingerkraut oder Bockriemenzunge aus und wo wachsen sie? Wie lebten hier früher die reichen Leute und wie die armen? Wo gibt es Hohlwege oder Reilchen und wo kann man noch eine ehemalige Brandungsküste in der Landschaft sehen? Auf mehr als 30 Rundgängen hat Heike Sobotta die rheinhessischen Kultur- und WeinbotschafterInnen begleitet und deren Spurensuche aufgeschrieben. Herausgekommen ist ein Buch, das einerseits die Augen für die Schönheit im Kleinen und für das besondere Detail öffnet und mit dem andererseits Vergessenes wiederentdeckt werden kann. Für alle, die mehr über Rheinhessen wissen wollen, über die Geschichte und damit auch über die Menschen.
Andreas Wagner - Hochzeitswein, € 9,90
Eine Hochzeit auf dem Land ganz im traditionellen Stil mit Hochzeitszug und Hochzeitswein und allem Drum und Dran. Unter den Gästen sind auch Paul Kendzierski, der Bezirkspolizist aus Nieder-Olm, zusammen mit Klara, denn sie ist seit Kindertagen die beste Freundin der Braut Simone. Als aber die Braut entführt wird, verschwindet ein weiterer Hochzeitsgast und bleibt auch in den Tagen darauf unauffindbar. Kendzierski, der Selztal-Schimanski, wird um seine Hilfe gebeten und ermittelt schnell wieder auf eigene Faust, statt der Kripo in Mainz zu vertrauen. Erst in letzter Minute erkennt er, wie all die losen Fäden seiner Ermittlungen zusammenhängen ... Dabei hätte Kendzierski beinahe total übersehen, dass es auf dieser Hochzeit zwei Sorten Hochzeitswein gab: zweimal Riesling feinherb warum?
Nele Neuhaus - Wer wind sät, € 14,99
Geboren in Münster, aufgewachsen in Paderborn, lebt im Taunus: So lesen sich deutsche Erfolgsgeschichten. Denn Nele Neuhaus ist genau das. Und ihr Bücher sind Bestseller, noch bevor sie erschienen sind. Ihr neuester Streich "Wer Wind sät" dümpelt aber zumindest in der Audioversion ziemlich vor sich hin. Ob es an der Hörbuchbearbeitung liegt, oder daran, dass sich der personalsatte Krimi mit all seinen Namen und sich abwechselnden Handlungssträngen einfach nicht zum Hören eignet, mögen Fans beurteilen, die die Muße haben, beides unter die Lupe zu nehmen. Zur Handlung: Ein geplanter Windpark erzürnt die Taunusbewohner und treibt einen Keil in so manche Freundschaft. Als bei der Firma WindPro eingebrochen und der Nachtwächter tot aufgefunden wird, ist die Verdächtigenliste entsprechend lang. Das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein täte also gut daran, an einem Strang zu ziehen. Erst recht, als ein zweiter Toter gefunden wird. Aber irgendwie will die Zusammenarbeit nicht so recht klappen. Vor allem nicht, als Oliver sich mit Nika einlässt - und viel zu spät dahinter kommt, in welche Gefahr er sich damit begibt. Am Ende wird es dann zwar noch ein waschechter Thriller - aber leider bleibt so manche Figur zu oberflächlich und das oder andere am Ende ungeklärt.
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